Demo am 29.2. in Stralsund:

Demo-Plaskat


Deutscher Stromexport

Grafik

Die Grafik zeigt den deutlich steigenden Exportüberschuss.
Die Deutsche Umwelthilfe deckt auf: Die Diskussion über eine bevorstehende Stromunterver-sorgung ist interessengeleitet - die Analyse der dena kommt wegen zweifelhafter Vorfestlegungen zu erwünschtem Ergebnis - DUH-Geschäftsführer Baake: "RWE, E.ON, Vattenfall und EnBW wollen die Strukturen erhalten, die sie reich gemacht haben und die ihre Macht dauerhaft sichern"
Hier können Sie die ganze Pressemitteilung lesen.



Spendenaufruf

Da die erheblichen Aufwendungen die eigenen finanziellen Möglichkeiten des Vereins übersteigen, sind wir auf Spenden angewiesen. Weitere Einelheiten finden Sie hier.






Fragen und Antworten zu dem Vorhaben Steinkohlekraftwerk Lubmin

vision

Ist das Zukunftsvision oder Horror-Szenarium?

Platzhalter

Ringstorff warnt die Gegner seines Star-Investors Dong Energy:
Meldung der SVZ (14.03.2008)


Konstantin Wecker neues Mitglied der Bürgerinitiative!

Nach seinem Konzert am Montag im Greifswalder Dom sprach Konstantin Wecker mit Martina Bahnsen, Vorstandsmitglied der Greifswalder Bürgerinitiative (BI) gegen das Steinkohlekraftwerk und trat der BI sofort bei.


Ist die Verbrennung von Steinkohle noch "modern"?
Würde das Dong-Kraftwerk gebaut, würde es sicher über 40 Jahre laufen müssen.

Was in dieser Zeit für alternative Technologien verfügbar sein könnten, lässt ein Siemens-Artikel erahnen. Wollen wir dann zusehen, wie in Lubmin immer noch "Steinzeittechnik" arbeitet?

Platzhalter

Meinungen und Berichte zu Veranstaltungen:




Mitgliederversammlung der BI Usedom am 5.4.08

Erfolgreiche Volksinitiative

Fazit: Nachdem über 20.000 Unterschriften vorliegen, soll die Aktion am 16.April beendet werden. Am 16. April sollen die Unterschriften in Schwerin übergeben werden. Fahrgemeinschaften werden über e-mail wklingner1@aol.com koordiniert.

Jetzt 140 Mitglieder

Die Versammlung befürwortete weitere Aufnahmeanträge, wodurch die Stärke der BI auf 140 Mitglieder angewachsen ist.

Wirkung von Feinstaub

Foto

In einem Kurzvortrag erklärte Dr. Kaufmann (Facharzt für Lungen-krankheiten aus Koserow) anschau-lich die Wirkung von Feinstaub, der (wahrscheinlich, weil er mit bloßem Auge nicht sichtbar ist ;-)) in dem Genehmigungsverfahren des Steinkohlekraftwerkes kaum eine Rolle spielt- er wird in den BImSch-Vorschriften nicht berücksichtigt. Aber seine Wirkung ist heimtückisch: Vereinfacht dargestellt wirken die in den Verbrennungsprozessen bei hohen Temperaturen entstehenden toxischen Kohlenwasserstoffe, die in den Staubpartikeln gebunden sind, nur dann auf die Schleimhäute der Menschen, wenn sie sich an der Oberfläche der Partikel befinden. Nun sind es vor allem zwei Effekte, die sich mit abnehmendem Durch-messer der Partikel negativ aus-wirken (es geht um Größen von 1 bis 0,1 µm):

  • Die Sinkgeschwindigkeit in der Luft verringert sich extrem, sodass sich die Ausbreitungs-wahrscheinlichkeit (bezüglich Verweilzeit und Entfernung) dramatisch erhöht
  • Die summarische Oberfläche der Partikel, auf der die enthaltenen Kohlenwasser-stoffe ihre toxische Wirkung gegenüber den Schleimhäuten entfalten können, vergrößert sich pro kg Feinstaub erheblich mit abnehmendem Durch-messer
Damit man eine Vorstellung bekommt: Das Kraftwerk soll ca. 2 Tonnen Staub pro Tag freisetzen! Entscheidend für den Menschen ist die Langzeitwirkung, so Dr. Kaufmann. Der erwiesenermaßen saubersten Luft Deutschlands, die gern für Heilbehandlungen ausgenutzt wird, wird genau diese Eigenschaft und Wirkung mit dem Bau des Kraftwerkes entzogen. Husten, Astma, Krebs lautet die zu erwartende Folgenkette. Das Heilklima wird vernichtet! Und es bleibt ein Rätsel, wie durch unseren Ministerpräsident Ringstorf der Urknall, den nach seinen Worten das Kraftwerk erzeugen wird und die von ihm geforderte Gesundheits-region der Zukunft ("Die Gesund-heitswirtschaft ist für uns ein strategischer Wachstumskern") in Einklang gebracht werden sollen.
Bei Interesse finden Sie hier das ganze Gutachten von Dr. Kaufmann. Ein am 13.4.08 überarbeitetes Gutachten von Dr. Kaufmann finden Sie hier.

die klima-allianz

Als weitere Referentin stellte Frau Hering, die seit einem Jahr existierende "klima-allianz" vor, eine Organisation von Einrichtungen, Firmen und Verbänden, die sowohl die nationale als auch internationale Politik auffordert, nicht durch kurzsichtige Interessen eine vernünftige Klimapolitik zu blockieren, da die Zeit drängt. Die Allianz lehnt u.a. neue Steinkohlekraftwerke als unverträglich mit den aktuellen Klimazielen ab und könnte damit ein Partner der BI sein (weitere Informationen: www.die-klima-allianz.de).

Thalasso-Kongresses

Mit großer Mehrheit verabschiedete die Versammlung ein Schreiben an den parallel im Seeheilbad Herings-dorf tagenden 2. Internationalen Thalasso-Kongresses, in dem die Positionierung gegen das geplante Steinkohlekraftwerk in Lubmin gefordert wird, da dieses die Basis der Naturheilverfahren zerstören würde.



Osterspaziergang in Lubmin

Bild Ostermarsch

Trotz winterlichen Wetters, aber bei der herrlichen, (noch!?) klaren und sauberen Luft zog ein "Häuflein" entschlossener Kohlekraftgegner in die herrliche Lubminer Heide, um ihren Protest gegen das geplante Dong Energy-Projekt zu artikulieren. >>mehr Bilder



Forum am 11. März im Greifswalder Dom:
"Steinkohlekraftwerk in Lubmin- Jobs kontra Umwelt"

Pro manchmal, aber meistens Kontra wurde zum umstrittenen Kraftwerk diskutiert.

Bild Podium

Der Einladung zu dem Forum, das von der Ostseezeitung organisiert wurde, folgten zahlreiche Greifs-walder, aber auch von Usedom und Rügen waren viele Interessierte angereist.
In den Statements der Podiums-redner und später auch im Frageteil überzeugten die warnenden Argumente stärker als die befürwortenden. >>mehr


Demonstration am 29.02. in Stralsund

Über 300 Mitglieder und Sympathisanten der BI Usedom, Greifswald und Rügen demonstrierten in Stralsund.
Bärbel Höhn, Prof. Methling, Frau Kassner und weitere Redner machten auf dem historischen Marktplatz Mut, weiter alle Möglichkeiten zu nutzen, das Steinkohlekraftwerk bei Lubmin zu verhindern. Bild Demo Wer mehr sehen will, muss hier klicken.

Bilder von der Auftaktveranstaltung zur Volksinitiative am 14. Februar 2008 in Greifswald:

Bild Pressekonferenz

Während der Pressekonferenz wurde u.a. die neue Internetseite vorgestellt, von der auch die Unterschriftenlisten herunter geladen werden können.
Im Bild die Schirmherren der VI: Ulrike Berger, links von ihr Hinrich Küssner und rechts Prof. Dr. Methling.
Auf dem folgenden Bild die Schirmherren noch einmal während des Auftaktes auf dem Greifswalder Fischmarkt mit zwei Erstunterzeichnern: Frau Kassner (Landrätin von Rügen) und Prof. Succow (Universität Greifswald).

Bild Fischmarkt

Mit dem Plakatentwurf, den hier Prof. Succow im folgenden Bild zeigt, soll die Unterschriftenaktion begleitet werden. Bild Prof. Succow Seine Devise wiederholte auf der Pressekonferenz: "Global denken- lokal handeln!"
Und Prof. Methling stellte noch einmal klar, dass entgegen ständiger, gebetsmühlenartig wiederholter Behauptungen, die vorige Landesregierung, in der er Umweltminister war, das Steinkohlenkraftwerk schon beschlossen hätte, nicht wahr ist. Auch in einem Buch der Energiewerke Nord aus dem Jahre 2005(?), das er vorzeigte, ist nur von einem Gaskraftwerk die Rede.

Alle Redner waren sich erneut einig, dass das von Dong Energy geplante Steinkohlekraftwerk in der Lubmier Heide nicht gebaut werden darf. EIn Zwischenrufer bemerkte richtig: Nirgendwo dürfte noch eine solche Anlage gebaut werden!!!
Michael Woitacha, Vorsitzender der Bürgerinitiative, die die ganze Aktion mit in's Rollen brachte, machte klar, dass die in der Region vorhandene intakte und vielfältig geschützte Natur unsere wichtigste Ressource und nicht nur für Flora und Fauna, sondern auch für viele hier wohnenden Menschen Lebensgrundlage ist.
Nicht die von Dong Energy versprochenen 140 neuen Arbeitsplätze sind unser Thema, sondern die vorhandenen Arbeitsplätze im Tourismus und Gesundheits- und Wellnessbereich, die durch die beabsichtigte Investition sehr wahrscheinlich vernichtet werden könnten.


Bericht zum Informationsabend am 28.1. in Züssow

Im gut gefüllten Saal bekam auch Herr Schön von Dong Energy das Wort- aber das Volk blickte sehr finster ;-) images/zuessow.jpg Weitere Informationen zu dem bemerkenswerten Beitrag von Prof. Tannenberger Bild Tanneberg
über den vermeintlich zukunfts-sicheren Bennstoff Kohle (Zitat: Die Errichtung eines Steinkohlekraft-werkes in Lubmin ist abzulehnen, da die Nachhaltigkeit des Vorhabens nicht gesichert ist) können Sie in folgendem Link finden: Kohle (Sie müssen dazu MS PowerPoint auf Ihrem Rechner haben).
Dem Tourismuschef G. Schulz konnte trotz mehrfacher Nachfrage keine klare Stellung zum Kraftwerksprojekt entlockt werden, stereotyp verwies er immer wieder auf die Stellung-nahme seines Verbandes zum Tourismusgutachten.
Wohltuend und ermutigend dagegen war der Vortrag des Lubminer Bürgermeisters Dr. Kühnemann, der für den Industriestandort Lubminer Heide erstmalig öffentlich ein schon lange in Schwerin zur Beurteilung liegendes Konzept über denkbare Energie- und Stoffkreisläufe (z.B. Gewächshausanlagen, Bioenergie-erzeugung usw.) vorstellte, wodurch deutlich mehr Arbeitsplätze als durch das Kraftwerk von Dong entstehen könnten.


Ergebnisse eines Informationsabends am 18.1.08 auf Rügen

Bei einem Informationsabend mit dem Titel "Wie harmlos kann ein Steinkohlekraftwerk sein, das den CO2 Ausstoß des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern verdoppelt?" in Middelhagen vor über 200 Gästen beteuerten anwesende Vertreter der Rügener SPD und CDU, dass auch die etablierten Parteien auf Kreisebene entschiedene SKW-Gegner seien und versuchen würden ihre Fraktionen im Landtag und in der Bundesregierung von der Unsinnigkeit und Gefährlichkeit des Projektes für Natur und Wirtschaft zu überzeugen.
In einem Bericht können Einzelheiten und die formulierten Fragen an Dong Energy nachgelesen werden.

Aus aktuellem Anlass hier ein Eindruck von der Demo in Heringsdorf am 14.01.08:

Bild Demo

Wer mehr dazu sehen möchte, muss hier klicken.


Die Demo in Greifswald-Wieck am 18.12.07

Etwa 350 Leute zogen mit Transparenten und Trommeln von der Klosterruine zum Erörterungsort. In einer kurzen Kundgebung wurden die Positionen der BIs und Organisationen gegen die Pläne von Dong Energy unter Beifall der Demonstranten artikuliert. Nach Eröffnung der Veranstaltung wurde ein Befangenheitsantrag und der Antrag auf eine Terminverschiebung gestellt. Anschließend verließen die Einwender den Saal. Einige Impressionen finden Sie auf dieser Seite.
Und wer es professioneller mag, der findet hier den Bericht der Lokalausgabe der OZ.
Zum Abschluss dann noch eine Pressemeldung der Schriftführerin der BI und - nicht uninteressant - in diesem Dokument auch eine Dänische Zeitungsmeldung.

Vollversammlung der BI am 15.12.07 in Zinnowitz

Versammlung

Die Veranstaltung war sehr gut besucht, die BI hat jetzt 68 Mitglieder. Wichtigste Tagesord-
nungspunkte waren die Vorbe-
reitung der Demo in Greifswald mit anschließendem Erörterungstermin.
Weiterhin nahm das vom Tourismus-
verband der Insel Usedom in Auftrag gegebene Gutachten (bezahlt wurde es von Dong Energy!) und vor allem die Reaktion des Verbandes darauf großen Raum ein (alle Informationen dazu findet man unter http://www.tviu.de/component/
option,com_frontpage/Itemid,1/). Die Versammlung einigte sich darauf, diesen "Nebenkriegsschauplatz" nicht überzubewerten, bot dem Verband aber weitere Gesprächsbereitschaft an.
"Ein Kraftwerk, dass in der Öffentlichkeit nicht erwähnt werden soll, darf auch nicht gebaut werden!"

Meinung der BI zum Besuch der Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem Landesparteitag der CDU Mecklenburg-Vorpommern

Die Bundeskanzlerin besuchte am 17. November 2007 den Landesparteitag der CDU Mecklenburg-Vorpommern und verdeutlichte dort, dass ihr die Interessen der Großunternehmen, zumal aus der Energiewirtschaft, wichtiger sind als die Interessen der Bürger und Belange des Natur- und Umweltschutzes. Alle erfuhren, dass das von Dong Energy geplante Kohlekraftwerk guten Gewissens in Lubmin errichtet werden könne. Warum sollte Mecklenburg Vorpommern eigentlich nur zusehen, wenn allerorten neue Kohlekraftwerke errichtet würden? Wasser und Luft würden durch ein Kohlekraftwerk nicht verschmutzt und für den Schutz des Klimas seien neue Kohlekraftwerke ohnehin das Beste. Diese Meinungsäußerung befremdet. Von der Bundeskanzlerin wurde verschwiegen, dass enorme Mengen Kühlwasser aus dem Greifswalder Bodden entnommen und erheblich erwärmt wieder zurück geleitet werden. Dong Energy hat Untersuchungen zu den dadurch erwartbaren Umweltauswirkungen veranlasst. Diese Untersuchungen gehen davon aus, dass durch die Wasserkühlung des Kraftwerkes mehr als 1.600 ha Gewässerfläche unausweichlich beeinträchtigt werden. Was ist eigentlich Luftverschmutzung, wenn jährlich etliche hundert Tonnen Feinstaub, Schwefeldioxid, Stickoxide sowie hundertkiloweise frei gesetztes Quecksilber, Blei und Arsen - Mengen, die das Kohlekraftwerk produzieren wird - keine Luftverschmutzung bedeuten? Natürlich wurde nicht übersehen, hervorzuheben, dass so ein neues Kohlekraftwerk ja einen Beitrag zum Klimaschutz leisten wird, denn aufgrund des neuen Kohlekraftwerks wird ein altes Kohlekraftwerk außer Betrieb genommen werden. Dong Energy betreibt bislang kein Kohlekraftwerk in Deutschland. Die Annahme, dass Dong Energy ein neues Kraftwerk baut und dafür ein altes außer Betrieb nimmt, gilt mithin nicht. Nein, hier soll ein komplexer Mechanismus wirken, demzufolge neue Kraftwerke kostengünstiger Strom produzieren können als alte Kraftwerke und nur die neuen Kraftwerke ihre Produktionskosten durch den Erlös aus dem Stromverkauf decken können während alte Kraftwerke Verluste erwirtschaften und folglich außer Betrieb genommen werden. Diese Marktverdrängungstheorie funktioniert nur bei entsprechend hohen Produktionskosten, zu denen bei Kohlekraftwerken vor allem der Preis für CO2 Emissionsberechtigungen zählt. Derzeit bewegt sich dieser Preis im Bereich einstelliger Centbeträge. Alle Kohlekraftwerke in Deutschland können bei diesem Preis gewinnbringend Strom produzieren. Jede geplante Erhöhung des Preises für CO2 Emissionsberechtigungen, z. B. durch eine regulative Angebotsverknappung, wurde durch erfolgreiche Lobbyarbeit der Stromerzeuger verhindert. Nichts weist darauf hin, dass die Lobbyarbeit der Energiekonzerne zukünftig weniger erfolgreich sein wird. Unter den derzeit gegebenen Produktionsbedingungen können alte Kohlekraftwerke in Deutschland sogar mit weniger Kosten Strom erzeugen als neue Kohlekraftwerke, weil sie nicht mit den Kosten für die Investition in das neue Kraftwerk belastet sind. Wenn überhaupt Kraftwerke vom Markt verdrängt werden, dann wären es unter den derzeitigen Bedingungen die emissionsärmeren Gaskraftwerke, die mit den vergleichsweise hohen Gasbezugskosten belastet sind. Und mag so mancher auch die Äußerungen der Bundeskanzlerin nicht verstehen, so versteht man wohl, dass sich zumindest jeder Energiekonzern fragt, weshalb er angesichts derart erfreulicher Ertragsaussichten eigentlich nur zusehen soll, wenn in Deutschland 25 neue Kohlekraftwerke gebaut werden.


Aktionstag am 31. August 2007 in Lubmin

Podiumsdiskussion mit Bärbel Höhn, MdB, Prof. Dr. Helmut Klüter, Prof. Dr. Michael Succow

Die Veranstaltung der BI "Zukunft Lubminer Heide" e.V. war ein gelungener Abend! (Ein Video vom Aktionstag in Lubmin ist unter folgendem link zu finden: http://gtv.discount-shop.de/
content/view/12/33/)

Herzlich willkommen auf den Seiten der Bürgerinitiative gegen das Steinkohlekraftwerk in der Lubminer Heide!


Achtung
Falls Sie nicht absichtlich auf diese alte BI-Seite kommen wollten, die nur noch als Archiv dient, liegt ein unbekannter Fehler vor- Entschuldigung.
Hier bitte klicken, dann kommen Sie auf die aktuelle Seite!

Am 14.02.08 wurde durch die BI eine Volksinitiative gestartet, damit sich der Landtag in Schwerin mit der inakzeptablen Investition von Dong Energy am Greifswalder Bodden noch einmal befasst.
Nun ist es soweit:

Die Volksinitiative hat ihr Ziel erreicht!

16. April 13:30 Uhr in Schwerin:

Bild Stimmenübergabe

Übergabe der Unterschriftenlisten durch die Schirmherren der Volksinitiative an die Landtagspräsidentin Frau Bretschneider vor dem Schweriner Schloss. Standesgemäß wurde die BI auf der Straße abgefertigt und nicht als weitgereiste Gäste in das Schloss gebeten! Da hilft auch nicht Frau Bretschneiders ausführliche Lobpreisung der Demokratie angesichts der zulässigen Unterschriftenaktion.
>>mehr

Allen bekannten und teilweise auch unbekannten Sammlern und Helfern ein großes Dankeschön! Hoffentlich brauchen wir Sie nicht noch für die nächste Aktion, die dann anspruchsvoller würde. Aber auch davor würden wir uns wohl nicht fürchten- oder?



In einer der beliebtesten Tourismusregionen Deutschlands plant das dänische Staatsunternehmen DONG Energy ein Steinkohlekraftwerk mit 2-3 Blöcken zu je 800 Megawatt Leistung. Mit einer Realisierung des Projektes würden hier jahrlich 3,6 - 5,4 Millionen Tonnen Steinkohle aus fernen Ländern, wie z.B. Australien, verfeuert werden und neben zahlreichen anderen Schadstoffen, wie Schwefeldioxid, Blei, Arsen, Quecksilber, jährlich rund 10-16 Millionen Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid freisetzen.

Wir fordern: Kein Kohlekraftwerk am Greifswalder Bodden und in direkter Nachbarschaft von Deutschlands sonnenreichsten Inseln Usedom und Rügen!

Die Bürgerinitiative kein Steinkohlekraftwerk Lubmin e.V. wurde am 21.04.2007 gegründet. Wir sind ein Zusammenschluß von Bürgern und Bürgerinnen, Verbänden, Vereinen und Institutionen aus den Regionen: Insel Usedom, Ostvorpommern, Greifswald und Rügen. Wir setzen uns für den Schutz des Klimas, den Schutz der Landschaft und des Waldes sowie der Erhaltung und Verbesserung der Wasserqualität, der Luftqualität und der Lebensqualität ein. Ferner wollen wir die Entwicklung des Industrie- und Energiestandortes Lubmin mitgestalten und ein Konzept auf Grundlagen der umweltverträglichen Energieerzeugung und Industrie anregen, entwickeln und fördern.

Die Bürgerinitiative will die Bürger sachlich informieren und auffordern, sich an dem Widerstand gegen das geplante Steinkohlekraftwerk aktiv zu beteiligen. Eine möglichst breit geführte Diskussion unter allen betroffenen Bürgern und Bürgerinnen anzuregen und die Politik zu verantwortlichen Entscheidungen zu bewegen, sind weitere Ziele der BI.

In einem "Appell an die politische Vernunft und Zukunftsverantwortung" wenden sich jetzt mit über 90 Unterschriften Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Greifswald an die Öffentlichkeit, der das öffentliche Interesse am Bau des Steinkohlekraftwerks in Frage stellt.
Wir veröffentlichen hier den Wortlaut:

Appell an die politische Vernunft und Zukunftsverantwortung
Kein Steinkohlekraftwerk in Lubmin!

Die unterzeichnenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Greifswald fordern von der Landesregierung den sofortigen Aufschub aller Genehmigungen, die den Bau des geplanten Steinkohlekraftwerks (SKW) in Lubmin betreffen. Wir teilen die Sorgen der Bevölkerung um den Erhalt der Boddenlandschaft und der Fischgründe im Greifswalder Bodden. Wir halten die Sorgen der Tourismusbranche und der Gesundheitswirtschaft um eine Gefährdung der einzigartigen Naturlandschaft in der Inselregion von Rügen und Usedom für vollauf berechtigt. Die Schadstoff-Belastungen der Luft beschädigen den Ruf des "Gesundheitslandes" MV und gefährden Arbeitsplätze. Die extrem hohen CO2-Emissionen des SKW konterkarieren langfristige klimapolitische Ziele, die aufgrund der klimawissenschaftlichen Erkenntnisse unabdingbar sind. Neben dem immensen Ausstoß von CO2 (10-11 Mio t p. a.) sowie großer Mengen von Schwefel- und Stickoxyden fällt auch die hohe Belastung der Umwelt mit Quecksilber und anderen Schwermetallen (Blei, Arsen und Cadmium) nachteilig ins Gewicht. Die negative Umweltbilanz der Schiffstransporte zur Anlieferung der Kohle ist ebenfalls bei der Gesamtabwägung zu berücksichtigen. Zu bemängeln ist auch die fehlende Kraft-Wärme-Koppelung, die für die Genehmigung von SKWs in Dänemark unerlässlich ist.
Vor allem schätzen die Unterzeichnenden die ökologischen Risiken für den Greifswalder Bodden erheblich höher ein als Antragsteller und Genehmigungsbehörden. Im Anschluss an die Einwendungen des BUND und an das ÖKOPOL-Gutachten verweisen wir als besorgte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf vier wesentliche Punkte:
1. Es fehlen belastbare Szenarien für Synergie-Effekte, die sich durch die Abwärme- und Umweltbelastung der weiteren genehmigten (Gaskraftwerk) oder geplanten Großanlagen (BTL-Kraftstoffe) ergeben können. Zudem ist die Berechenbarkeit der Warmwasserfahne, ihre Ausbreitung und ihre Verweildauer in Abhängigkeit von extremen Wetterlagen (z.B. windarme Perioden, Vereisungen des Boddens, Oderhochwasser) komplexer, als es das amtliche Gutachten darstellt.
2. Die hohe Stickstoffbelastung der Abwässer wird zu zusätzlichen Nährstoffeinträgen in den bereits jetzt stark vorbelasteten Greifswalder Bodden führen. Dadurch verstärkt sich die Eutrophierungsproblematik, und unerwünschte Ereignisse (z.B. Blaualgenepidemien) mit negativen Auswirkungen auf den Tourismus werden dadurch wahrscheinlicher.
3. In der Diskussion um die erwartbaren Wärmeeinträge wird nicht genügend berücksichtigt, dass sich in Folge des Klimawandels die allgemeinen Oberflächentemperaturen auch der vorpommerschen Boddenlandschaft während der Betriebszeit des SKW von ca. 40 Jahren erhöhen werden, so dass auch angesichts der Zunahme von extremen sommerlichen Wetterlagen das Risiko eines ökologisch katastrophalen Wärmekollaps des Greifswalder Boddens einkalkuliert werden muss .
4. In den Gutachten fehlen Szenarien, die das mögliche Zusammentreffen von verschiedenen Schadensereignissen hinreichend in Betracht ziehen, so dass die reale Gefahr besteht, dass der Greifswalder Bodden bei einem Zusammentreffen ungünstiger Umstände umkippen könnte. Diese Möglichkeit ergibt sich aufgrund des nicht-linearen Verhaltens vieler ökologischer Systeme bei einer Kumulation von einzelnen Schadfaktoren in Verbindung mit ungünstigen Situationen.
Eine verantwortliche Abwägung aller Gründe spricht gegen den Bau des SKW. Wägt man alle tourismus- und gesundheitswirtschaftlichen sowie umwelt- und klimapolitischen Argumente gegenüber den wirtschaftlichen Vorteilen ab, die für den Bau eines SKW in Lubmin sprechen, und zieht man die erheblichen Risiken eines ökologischen Zusammenbruchs des Greifswalder Boddens in Betracht, dann ist es ein Gebot der politischen Zukunftsverantwortung, von diesem Bauprojekt Abstand zu nehmen. Zudem gibt es zukunftsträchtige Alternativen, den Energie- und Industriestandort Lubmin zu einem Pionier-Standort für umweltverträgliche Energieerzeugung auszubauen. Angesichts der genannten Bedenken halten die Unterzeichnenden es nicht für zulässig, wenn die Betreiber und die Landesregierung das SKW mit Belangen des Allgemeinwohls legitimieren möchten. Es ist u. E. nicht akzeptabel, dass der Ministerpräsident und die Landesregierung gerade jetzt, nachdem viel für eine positive Entwicklung der Region getan wurde und sich die ökonomische Lage in Mecklenburg-Vorpommern spürbar zu verbessern beginnt, ohne Not in alte ökonomistische Denkmuster zurückfallen, die die Zukunft der einzigartigen Boddenlandschaft zwischen Rügen und Usedom aufs Spiel setzen.
Greifswald, den 9. Januar 2008
Prof. Dr. Christof Hardmeier und Prof. Dr. Konrad Ott (verantw. für den Text)

Von der Greifswalder Domgemeinde Sankt Nikolai wird dieser "Appell an die politische Vernunft und Zukunftsverantwortung" unterstützt.
Der Gemeindekirchenrat Sankt Nikolai sowie Herr Ott und ich bitten Sie, den Link http://www.dom-greifswald.de/Appel.735.0.html in Ihren Kreisen bzw. auf Ihren Websites bekannt zu machen, für die Aktion zu werben sowie Unterschriften zu sammeln, damit ein zunehmender öffentlicher Druck auf die Politik möglichst stark wird.
Christof Hardmeier und Konrad Ott




CDU-Parteitag in Binz befürwortet Bau des Steinkohlekraftwerkes in Lubmin.

Bundeskanzlerin Merkel begrüßt ausdrücklich das Vorhaben von Dong Energy!

Wie sie das allerdings mit ihrem vollmundigen Versprechen gegenüber der Weltöffentlichkeit bezüglich des Engagements Deutschlands zur Senkung der CO2-Emmissionen in Einklang bringen will, sage sie nicht- immerhin verdoppelt sich durch das geplante Kraftwerk die CO2-Emmission in Mecklenburg-Vorpommern.
In diesen Kontext passt auch die folgende AP-Meldung vom Montag, 19. November, 17:28 Uhr:

Berlin (AP) Die Vereinten Nationen haben nach einem Bericht der "tageszeitung" Zweifel am deutschen Klimaziel für 2020, falls in der Bundesrepublik 25 neue Kohlekraftwerke gebaut werden. Der Leiter des UN-Klimasekretariats, Ivo de Boer, sagte dem Blatt nach einer Meldung vom Montag: "Ich war sehr beeindruckt, dass sich Deutschland vorgenommen hat, die CO2-Emissionen bis 2020 um 40 Prozent zu reduzieren. Nun frage ich mich, wie dieses Ziel erreicht werden soll, wenn die Regierung 25 neue Kohlekraftwerke bauen lässt." Der jüngste Bericht des Weltklimarats lasse keinen Zweifel mehr daran, dass schnell und entschlossen gehandelt werden müsse, um den Klimawandel noch zu verhindern. Dabei komme Europa eine entscheidende Rolle zu, so de Boer. "Wenn die Europäische Union den Anteil erneuerbarer Energien wie geplant bis 2020 auf 20 Prozent steigern will, dann dürfen in der EU ab sofort nur noch Kraftwerke mit erneuerbarer Energie gebaut werden." An die Versprechen der Energiekonzerne, die Kohlekraftwerke später so umzurüsten, dass das CO2 aus den Abgasen abgeschieden und unterirdisch gelagert werden kann, glaubt der UN-Klimaexperte dem Bericht zufolge nicht. Diese CCS-Technik (Carbon Capture and Storage) werde mit 30 bis 50 Euro pro Tonne CO2 so teuer sein, dass sie in absehbarer Zeit nicht wirtschaftlich zu betreiben sei, sagte de Boer.

Weitere Meinungen zum CDU-Parteitag und speziell zur Rede der Kanzlerin:

NABU Rügen:

Der Naturschutzbund NABU auf der Insel Rügen und die Landtagsfraktion der Linken haben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wegen ihrer Befürwortung des Baus des Steinkohlekraftwerks in Lubmin bei Greifswald scharf kritisiert. Während weltweit die drohende Klimakatastrophe beschrieben wurde, habe die Bundeskanzlerin in ihrem Wahlkreis ein Loblied auf die Steinkohleverbrennung gesungen, sagte die NABU-Vorsitzende Marlies Preller am Mittwoch in Bergen. Dies sei eine "nicht mehr zu übertreffende Ignoranz gegenüber der apokalyptischen Bedrohung der Menschheit". Sie warf der Kanzlerin politisches Kalkül vor. Weitere Informationen: http://www.mvregio.de/show/71811.html.

Linke-Fraktionschef Wolfgang Methling

Der Linke-Fraktionschef Wolfgang Methling warf Merkel vor, mit ihrer Rede ein verheerendes Signal gesetzt zu haben. Sie nehme gravierende Schäden für Umwelt, Natur, Klima und die wirtschaftliche Entwicklung in der Region billigend in Kauf. "Frau Merkel handelt damit wider besseres Wissen und fahrlässig", sagte Methling.

Frau Preller(NABU-rügen) schreibt:

Nach uns die Sintflut Die Bundeskanzlerin und die Steinkohle
"Es ist nicht zu fassen: morgens in die Kirche und danach volle Kraft gegen die Schöpfung!" erzürnt sich Marlies Preller vom NABU Rügen über die von Angela Merkel und der großen Mehrheit ihren Parteianhängern auf dem Landesparteitag der CDU in Binz inszenierte Pro-Steinkohlekraftwerk-Show. "Während in Valencia in der Zusammenfassung des Weltklimaberichtes vom UN-Generalsekretär Ban Ki Moon die uns allen drohende Klimakatastrophe bei nicht sofortigem Gegensteuern beschrieben wurde, singt die Bundeskanzlerin in ihrem Wahlkreis ein Loblied auf die Steinkohleverbrennung in Lubmin - Nach uns die Sintflut. Amen."
Der NABU Rügen kritisiert aufs schärfste die nicht mehr zu übertreffende Ignoranz gegenüber der apokalyptischen Bedrohung der Menschheit, aus politischem Kalkül und vor allem zum Wohlgefallen der ihren Einfluss voll ausspielenden Energiekonzerne. Frau Merkel müsste es wissen: Deutschland ist in Europa haushoch führend im Ausstoß klimaschädigender Treibhausgase. In der Welt nimmt unser Land einen traurigen 6. Platz hinter den USA, China, Russland, Japan und Indien ein. Die Verbrennung vom fossilen Energieträger Kohle wird die Schadstoffbilanz in der Atmosphäre weiter verstärken. Zentralafrikanische Dürreländer wurde in diesem Jahr von schlimmsten Überschwemmungen heimgesucht, in Lateinamerika und Bangladesch wüteten gerade vernichtende Wirbelstürme mit vermutlich weit über 1.000 Toten. Und das sind wahrscheinlich erst die Vorboten der Folgen menschlichen Tuns. Vor allem treffen sie die Ärmsten der Armen. Frau Merkel indes lässt sich in Heiligendamm und Fernost als "Klimakanzlerin" feiern und hier kungelt sie mit der Energielobby, deren oberstes Ziel einzig und allein Gewinnmaximierung ist - als seien deren Macher nicht von diesem Stern.
Die schnelle und konsequente Nutzung alternativer Energieformen ist um des Überlebens willen unumgänglich. Neue Kernkraftwerke sind angesichts der Langzeitfolgen indiskutabel. Ein gigantischer Kernfusionsreaktor, der den weltweiten Energiebedarf stillen könnte, steht uns dagegen zum kostenlosen Gebrauch zur Verfügung. Zur nachhaltigen Nutzung der Sonnenenergie und anderen Alternativen sind aber vor allem ein zukunftsbewusster, parteienübergreifender politischer Willen, daraus resultierende gesetzliche Rahmenvorgaben, Innovation und Tatkraft von Nöten.
Was ist nun von der SPD zu erwarten? Die CDU von Mecklenburg-Vorpommern hat in Binz nur gezeigt, dass sie weder christlich (Bewahrung der Schöpfung zählt nicht) noch demokratisch (Meinung der an der Basis Betroffenen ignoriert) ist. Vielleicht sollte die Bundeskanzlerin einfach beim Bischof der Pommerschen Evangelischen Kirche, Dr. Hans-Jürgen Abromeit, in die Lehre gehen, der auf der Pommerschen Landessynode am Wochenende die ethische Verantwortung für den Erhalt unserer Lebensgrundlagen anmahnte und - auch im Zusammenhang mit Lubmin - den verantwortlichen Entscheidungsträgern ins Stammbuch schrieb: "...Versündigt euch nicht an Gott und den Menschen!"
Marlies Preller - NABU-Kreisverband Rügen

Walter Dressel schreibt: Zur Merkelrede zum Steinkohlekraftwerk Lubmin haben wir ihr einen offenen Brief geschrieben. Ob er von der OZ veröffentlicht wird, wissen wir nicht. Wir senden ihnen den Text zur Kenntnisnahme, Verwendung und weiteren Verbreitung. Was wir hiermit gern tun:

Kohlekraftwerk Lubmin
Sehr geehrte Frau Dr. Merkel,
Von der geplanten Anlage werden unter Berücksichtigung der vorgesehenen Vermeidungs- und Verminderungsmaßnahmen auf die Schutzgüter Tiere, Pflanzen und die biologische Vielfalt, das Oberflächenwasser und die Landschaft erhebliche nachteilige Umweltauswirkungen ausgehen. Ausgleichsmaßnahmen sind wegen der fehlenden Verfügbarkeit von Maßnahmenflächen im räumlichen Zusammenhang nicht durchführbar." Diese Aussage stammt nicht von irgendwelchen Ökofreaks sondern aus einer Infobroschüre von Dong energy. (Kraftwerke Greifswald; Kurzdarstellung des Vorhabens. Oktober 2007 S17). Allgemeinverständlich: Das geplante Kraftwerk wird das bestehende Ökosystem an den und in den Boddengewässern zerstören. Sie stellen sich (Zitat Ostseezeitung vom 19. 11. 2007) "Mit aller Macht hinter die Zwei-Milliarden-Euro-Investition" von Dong energy. Das kann man natürlich. Man wird dann allerdings unglaubwürdig, wenn man da, wo eigene Entscheidungen nicht gefordert werden, in Indien etwa, von "Bewahrung der Schöpfung" redet. Sonntagsreden irgendwo in der Welt zu halten für unbedingt nötige Anstrengungen zur Vermeidung von Umweltzerstörung, zuhause aber für die Zerstörung letzter noch intakter Ökosysteme zu plädieren, ist entlarvend. Und der Satz, es würden "keine Kohle-Stücke die Strände verschmutzen" ist leicht dahingesagt. Solche lockeren Sprüche zeigen, wie wenig ernst die Sorgen der Menschen genommen werden, deren Existenz durch die Beeinträchtigung des Fremdenverkehrs bedroht ist. Wie man tasächlich Schöpfung bewahrt, Klimakatastrophen vermeidet und unser aller Lebensgrundlagen erhält, lässt sich kaum besser sagen als mit dem Wort "global denken - lokal handeln". Täten das alle, wären viele Probleme lösbar. Natürlich darf man den Spruch nicht uminterpretieren zu "weltweit Sprüche klopfen - zuhause weiterwursteln". Dann sind da noch die Dauerarbeitsplätze. 150 will Dong energy schaffen. Wieviele im Gesundheits- und Wellnesland, Ihrem Land Mecklenburg-Vorpommern, im Tourismus, in der Bio-Landwirtschaft und der Fischerei verloren gehen, hat noch niemand veröffentlicht. Die Bilanz dürfte negativ sein, der Arbeitsplatzverlust vor allem die einheimische Bevölkerung treffen. Auch dieses Problem wäre gelöst, wollte man tatsächlich alte Kraftwerke durch neue, umweltfreundlichere ersetzen. Am Standort der alten. Bleibt die Frage, warum Sie sich "mit aller Macht" für den Bau des Kohlekraftwerkes bei Lubmin einsetzen. Ich finde keine Antwort, die nicht beschämend wäre. Mit freundlichen Grüssen

Ulrich Meyke, der unter dem Blog http://ostsee-zeitung-blog.blogspot.com/ kritische Anmerkungen zu Veröffentlichungen der Ostseezeitung schreibt, hat ebenfalls einen Brief an die Kanzlerin gerichtet:

Sehr geehrte Frau Merkel,
mit der Bemerkung, das geplante Kohlekraftwerk Lubmin werde die Umwelt nicht verschmutzen, haben Sie am Wochenende in Binz fehlendes Grundwissen offenbart, denn als ehemaliger Schülerin, als Naturwissenschaftlerin und ehemaliger Umweltministerin sollten Ihnen bekannt sein, dass jede Verbrennung außer Wärmeenergie Rückstände erzeugt. Sollten Sie das wissen, haben Sie in Binz die anwesenden CDU-Mitglieder belogen, wobei die Anwesenden ebenfalls Schulkenntnisse über den Verbrennungsprozess aufweisen müssten, zumal sie entscheiden sollten, ob sie für oder gegen das Kraftwerk sind.
Wenn Sie jedoch meinen, dass es Ihnen weder an Schulwissen mangelt, noch dass Sie gelogen haben, teilen Sie mir bitte mit, warum Sie dennoch behaupteten - übrigens im Gegensatz zu Vertretern der Dong Energy, dem Investor -, das Kohlekraftwerk werde die Umwelt nicht verschmutzen. Haben Sie auch den Transport der Kohle, z.B. aus Australien, in Ihre Überlegungen einbezogen? Sie brachten in Ihrer Rede weiterhin zum Ausdruck, wenn das Kraftwerk nicht in Lubmin gebaut würde, würde es anderswo errichtet. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Städte wie Hamburg, Bremen, Nürnberg und andere ein Kohlekraftwerk auf ihrem Territorium zulassen werden, da sie das bereits ablehnten oder, wie die Stadtwerke Nürnberg/Fürth, ab 2008 für ihre 600000 Bürger ausschließlich Ökostrom einspeisen.
Mich interessiert, wo das Kraftwerk dann erbaut würde. Klären Sie mich bitte auf.
Falls Sie meine Frage nicht beantworten möchten, bitte ich, mir schriftlich den Eingang dieses Schreibens zu bestätigen. Weiterhin teile ich Ihnen mit, dass ich diesen Brief am 19.11.2007 auf der Webseite www.ostsee-zeitung-blog.blogspot.com veröffentliche. Auch Ihre Antwort werde ich dort veröffentlichen. Freundliche Grüße
(Übrigens: Auf dem o.g. Blog findet man über eine Suchfunktion viele Themen, so auch unter dem Suchwort "Kraftwerk" http://ostsee-zeitung-blog.blogspot.com/search?q=Kraftwerk)

Presseerklärung SPD Mönchgut

Diese Erklärung finden Sie unter folgendem Link: http://www.spd-ruegen.de/aktuell/presseerklaerung-des-ov-moenchgut-granitz- zum-kohlekraftwerk-in-lubmin/


Dr.Thomas Woedtke schreibt am 27.11.07 an den Landesvorstand M-V zum geplanten Kohlekraftwerk in Lubmin

Lieber Erwin, liebe Genossinnen und Genossen im Landesvorstand,
mit großem Erstaunen habe ich gestern das OZ-Interview mit unserem Ministerpräsidenten und Genossen Harald Ringsdorff zum Steinkohlekraftwerk in Lubmin gelesen.
Als Mitglied der Regionalgruppe Vorpommern und langjähriges SPD-Mitglied möchte ich Euch nachdrücklich darauf hinweisen, dass sich alle vorpommerschen Kreisverbände ebenso wie die Arbeitsgruppe "Steinkohle" gegen dieses die Umwelt extrem belastende Großprojekt ausgesprochen haben. Wir wollen dieses Kraftwerk hier nicht, auch keine auf die Hälfte abgerüstete Variante, wie das Euer im Landesvorstand gefasster Beschluss inkonsequent und halbherzig vorsieht. Der ganze Brief steht zur Verfügung.



Alternative Lösung: Bau eines modernen Gas- und Dampfkraftwerkes am Standort Lubmin

Dass die BI nicht der große "Verhinderer" im Industriegebiet Lubminer Heide ist, sondern Alternativen für den Standortunterbreitet und diese auch versucht, voranzutreiben, ist an einem kürzlich geschriebenen Brief an E.ON AG belegt.




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